Diagnose Brustkrebs - „Leitfaden für Beraterinnen“ setzt neue Standards in der Selbsthilfe

In Deutschland erkranken jährlich 50.000 Frauen an Brustkrebs, jedes Jahr werden es zwei Prozent mehr. Viele Betroffene wünschen sich eine verständnisvolle und engagierte Beratung.
Die "Frauenselbsthilfe nach Krebs" leistet hier einen wichtigen Beitrag. Sie hat in rund dreißig Jahren einen wahren Schatz an Wissen gesammelt. Mit dem gemeinsam mit dem BKK Bundesverband erstellten "Leitfaden für Beraterinnen" werden diese Erfahrungen auch anderen Selbsthilfegruppen, Ärztinnen und Betroffenen zugänglich gemacht.

Die betroffenen Frauen stehen der Diagnose Brustkrebs meist hilflos gegenüber. Sie brauchen persönliche Unterstützung und verständliche Informationen, jenseits der medizinischen Versorgung. Das Gespräch mit anderen Betroffenen kann in der schwierigen Lebenssituation Halt geben. Frauen, die den Krebs überlebt und gelernt haben, mit ihm zu leben, vermitteln Hoffnung und helfen, die Isolation zu überwinden. Erste Schritte zur Verbesserung der Lebensqualität können gemeinsam gegangen werden.

Im Jahr 2004 rief die Frauenselbsthilfe nach Krebs mit der Unterstützung des BKK Bundesverbandes das Projekt "Qualifizierung der Selbsthilfeberatung" ins Leben. Selbsthilfegruppen sollen unabhängig von Standort und Zusammensetzung eine hochwertige Beratung garantieren können.

"Denn die vielfältigen Neuerungen und Umstrukturierung im Gesundheitssystem haben auch veränderte Anforderungen an Patienten- und Selbsthilfeorganisationen mit sich gebracht. Die "Frauenselbsthilfe nach Krebs" stellt sich dieser Herausforderung und kann ihr mit dem Schulungskonzept gut begegnen. Darüber hinaus soll der im Projekt entwickelte Leitfaden eine Hilfe und Orientierung für Beratung in Selbsthilfeorganisationen sein," so Hilde Schulte, Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs. Der "Leitfaden für Beraterinnen" ist hier ein zentraler Baustein. Das über Jahrzehnte angesammelte Wissen wurde erstmalig systematisch erfasst und geordnet. Ein zusätzliches Schulungs-Programm greift einzelne Themen aus dem Leitfaden auf, vertieft bzw. ergänzt sie.

Unterstützt und begleitet wurde der Entwicklungsprozess vom Institut für gesundheits- und sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung, Freiburg unter Leitung von Christine Kirchner. Mit dem Projekt soll die Akzeptanz der Selbsthilfegruppen bei Medizinern, Politik und Sozialversicherungen erhöht werden. "Endlich wurde die vielseitige Erfahrung der Selbsthilfegruppen einer großen Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es wurde ein Fundament geschaffen, auf das Selbsthilfegruppen bundesweit aufbauen können", erläutert K.-Dieter Voß, Vorstand beim BKK Bundesverband.

Der "Leitfaden für Beraterinnen. Beratung in der Selbsthilfe am Beispiel der Frauenselbsthilfe nach Krebs" kann bei der Frauenselbsthilfe nach Krebs (Tel. 06 21/2 44 34) bezogen werden. Zum Download steht er auf der Homepage des BKK Bundesverbandes unter www.bkk.de zur Verfügung
Quelle: Pressemitteilung BKK BV vom 03.11.2005

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